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4 wirklich unnütze Trends der Kaffeewelt

Rund um das Thema Kaffee gibt es ja immer wieder neue Erkenntnisse, Erfindungen oder Trends. Manche sinnvoll, andere muss man nicht unbedingt mitmachen. Diese neuen Trends sind so absurd, die müssen Sie sich anschauen.
 

Bulletproof Coffee – eine Kalorienbombe soll schlank machen?

Da man in Amerika immer versucht schlanker und leistungsfähiger zu sein, ist jetzt ein neuer Trend in den USA ausgebrochen: Bulletproof Coffee, auf Deutsch: „kugelsicherer Kaffee“.  Die Zubereitung des Kaffees ist simpel: Ein bisschen Butter und gesundes Öl hinzugeben. Das verspricht angeblich einen Energieschub, der den ganzen Tag anhalten soll und außerdem braucht man nichts mehr essen. Wer wünscht sich das nicht?

Der Kaffee wird zubereitet, indem ein doppelter Espresso aus qualitativ hochwertigem Kaffee und ein großer Löffel Weideland-Butter und Kokosöl gemischt werden. Der Geschmack  soll viel besser sein, als man vielleicht vermutet. Er wird als cremig und sahnig mit einer angenehmen Kokosnote beschrieben. Der Butterkaffee soll ein ganzes Frühstück ersetzen und mache konzentriert, wach und lange satt. Dies behaupten viele Erfahrungsberichte im Netz. Mittlerweile lässt sich der Bulletproof Coffee komplett käuflich erwerben. Bulletproof® Nutrition Inc. wurde vor 4 Jahren gegründet. Das Ziel war, durch neue Erkenntnisse und Technologien den menschlichen Körper leistungsfähiger zu machen.

Bulletproof Coffee Mix

Das stimmt auch alles soweit, da Kaffee bekanntermaßen wach und konzentriert macht und 600 Kalorien nun mal satt halten. Durch das Fett wird das Koffein langsamer ins Blut transportiert, sodass man eine längere Wirkung des Kaffees verspüren mag. Ein ausgewogenes Frühstück mit einer Tasse Kaffee ist da aber eher zu empfehlen, da man dadurch Fette und zusätzlich Nährstoffe aufnimmt und wahrscheinlich die Kalorienanzahl auch reduziert.

Warum also der ganze Hype? Ganz einfach: Die euphorischen Erfahrungsberichte kommen wohl von Menschen, die normalerweise wenig oder gar nicht frühstücken, wie es in den USA leider oft vorkommt. Verständlich, dass diese Menschen mehr Energie verspüren als sonst. Außerdem trägt ein Placebo-Effekt, ausgelöst durch den aktuellen Trend und überzeugter Stars zusätzlich dazu bei. Wir sagen, nein danke!

 

Cold Brew Coffee – jetzt brüht man Kaffee kalt…

Der Cold Brew soll das perfekte Getränk zur Abkühlung sein und mache auch noch munter. Dieser Kaffee ist nicht einfach nur kalt, nicht etwa nur ein Eiskaffee und er wird auch nicht normal gebrüht. Ein Cold Brew wird gezogen mit kaltem Wasser. Kaffeepulver wird mit kaltem Wasser vermengt und muss mindestens 12-24 Stunden ziehen. Danach muss der Sud noch gefiltert werden. Man nimmt 60-200g gemahlenen Kaffee für einen Liter Cold Brew.

Dieser Kaffee enthält bis zu viermal mehr Koffein und schmeckt süßer. Außerdem soll er länger haltbar sein, hat keine aggressiven Säuren und fast keine Bitterstoffe. Der Geschmack wird als „leicht würzig“ beschrieben mit einem Geruch von Früchten und Mandeln. Ein Hersteller bietet Cold Brew Coffee nun in Flaschen im Supermarkt an.

 

Light Roast (Oslo Coffee) – schön sauer

Eigentlich werden Kaffeebohnen schon seit Ewigkeiten dunkel geröstet, nicht ohne Grund. Aber die Skandinavier wollten mal was Neues machen und mit heller Röstung eine Marktlücke bedienen. Helle Bohnen werden nur kurz und bei niedrigerem Röstgrad geröstet, also werden weniger Säuren abgebaut. Dadurch schmeckt der Kaffee sehr sauer.

Röstgrade

Die Geschmacksnerven werden ganz schön auf die Probe gestellt. Warum sollte man sich einen übersäuerten Kaffee antun?

 

Pour Over Coffee – filtern der Elite

Pour Over Coffee ist der Trend unter den Baristas, damit der Kaffee noch gehaltvoller und intensiver schmeckt. Dazu wird der Kaffee gefiltert, aber nicht wie wir es kennen. Ganz frisch gemahlener Kaffee wird in einen Porzellanfilterbehälter gegeben. Dieser wird direkt auf eine Glaskanne gesetzt und langsam mit Wasser gefüllt. Das Wasser muss genau 95 Grad heiß sein, denn bei dieser Temperatur können sich die Kaffeearomen wohl am besten entfalten.

Pour Over Coffee

Der Kaffeegeschmack soll sich angeblich am besten in Porzellan ausbreiten können und nicht in einem Plastik- oder Papiergefäß. Natürlich kann man mittlerweile ein ganzes Set zur Herstellung kaufen, welches nicht ganz günstig ist. Wir sagen, ob man normal filtert oder so extravagant, sehr großen Unterschied wird man wohl nicht schmecken, viel wichtiger ist die verwendete Kaffeesorte.

Bildnachweise: © ThamKC – Fotolia.com, © Africa Studio – Fotolia.com, © johnkepchar – Fotolia.com

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